„Mit dem BiMM-Forschungsschiff in die Pilzzelle“ – VR-Erlebnis am UFT Tulln begeistert bei der Langen Nacht der Forschung

Wie finden wir neue Substanzen in Pilzen und warum sind sie so wichtig für unsere Zukunft?

Riesenandrang herrschte bei der Langen Nacht der Forschung am Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT), besonders am Stand der Bioactive Microbial Metabolites Plattform (BiMM) des Instituts für mikrobielle Genetik an der BOKU. Hier konnten Besucher:innen mit Virtual-Reality-Brillen in die faszinierende Welt der Pilzzellen eintauchen. Der VR-Film „Mit dem BiMM-Forschungsschiff auf der Suche nach neuen Substanzen“ war eines der Highlight-Erlebnisse des Abends und zog lange Schlangen.

Faszination VR: Warum der Andrang so groß war

Die Möglichkeit, selbst eine VR-Brille auszuprobieren und in eine sonst unsichtbare Welt einzutauchen, zog besonders viele Neugierige an.Wer eine der begehrten VR-Brillen aufsetzte, schrumpfte auf mikroskopische Größe und betrat mit dem BiMM-Forschungsschiff das Innere einer Pilzzelle.  Der Film zeigt nicht nur wissenschaftliche Fakten, sondern macht sie durch die immersive 3D-Umgebung greifbar, ein Erlebnis, das besonders bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung auslöste.

Forschung mit Zukunft: Warum Pilze und Mikroorganismen so wichtig sind

Seit zehn Jahren erforscht die BiMM bioaktive Substanzen aus Pilzen und Mikroorganismen. Diese Naturstoffe spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Medikamente, dem Schutz von Pflanzen vor Krankheiten oder nachhaltigen biotechnologischen Lösungen.

Die BiMM-Plattform leistet Pionierarbeit: Die hier erforschten bioaktiven Substanzen könnten bald neue Therapien gegen Krankheiten ermöglichen, Pflanzen resistenter gegen Schädlinge machen oder umweltfreundliche Alternativen zu chemischen Prozessen bieten. Der VR-Film vermittelte nicht nur Wissen, sondern auch ein Verständnis dafür, wie Forschung unsere Zukunft positiv prägen kann.

Fazit: Ein voller Erfolg für die Wissenschaftskommunikation

Die Vorführung am UFT Tulln bewies einmal mehr: Virtual Reality ist ein mächtiges Werkzeug, um komplexe wissenschaftliche Themen verständlich und spannend zu vermitteln. Der enorme Andrang zeigte, dass das Publikum interaktive Formate liebt.

Eines ist sicher: Die Suche nach neuen Substanzen in der Welt der Mikroorganismen geht weiter – und die nächste Generation von Forscher:innen könnte bereits unter den begeisterten Besucher:innen der Langen Nacht der Forschung sein.